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Donnerstag, 3. Juni 2010

Alban Lakata gewinnt Etappe 2 im Zielsprint



Sauser als Zweiter weiterhin in Gelb / Führungswechsel bei den Mastern

Dritter wurde der Deutsche Meister Jochen Käß (Multivan Merida Biking), der nach 2:49:58.4 Stunden an der Spitze einer siebenköpfigen Verfolgergruppe ins Ziel fuhr.

Nach seinem ersten Etappensieg 2010, dem insgesamt zweiten nach dem Triumph auf der Auftaktetappe der Trans Germany 2009, präsentierte sich Alban Lakata äußerst zufrieden im Siegerinterview: „Ich wollte heute vornehmlich den zweiten Platz absichern. Das ist mir geglückt. Und ein Etappensieg ist natürlich immer schön.“



Der Vize-Weltmeister im Marathon von 2009 zementierte seinen zweiten Platz im Gesamtklassement im Zusammenspiel mit dem Träger des Gelben Trikots in der Abfahrt von Adlerhorst hinein ins Tannheimer Tal und dem darauffolgenden letzten Anstieg von Zöblen hinauf nach Lohmoos.

Dabei ließ sich der 30-Jährige auch vom erneut schlechten Wetter, das für zahlreiche überflutete Passagen gesorgt hatte, abschrecken. Ob ihm gar noch der Sprung nach ganz vorne glückt, werden die letzten beiden Etappen nach Sonthofen und weiter nach Bregenz (AUT) zeigen.

Spannender Zweikampf in den nächsten zwei Tagen zu erwarten

„Natürlich wäre der Gesamtsieg schön. Aber Susi (Christoph Sauser) ist ein Topfahrer. Es ist nicht einfach, ihm eine Minute abzunehmen. Aber ich fühle mich gut. Es kann noch viel passieren. Ich gebe nicht auf“, so die kämpferische Aussage Lakata’s, der sich angesichts seines Rückstandes von nur 1:03 Minuten vor allem morgen etwas erhofft. „Die Etappe ist kurz aber konditionell schwer. Vielleicht liegt sie mir mehr.“

Doch Christoph Sauser, heute ebenfalls wieder stark in Form, rechnet sich für die 55 Kilometer lange Sprintetappe durchs Allgäu nach Sonthofen ebenfalls einiges aus. „Es ist eine Art Cross Country mit einem Schlussanstieg. Der könnte etwas für mich sein“, so der auch in der Bergwertung weiterhin Führende.

Führungswechsel bei den Mastern

Bei den Über-40-Jährigen nahm die Situation Gestalt an, die sich Lakata noch für sich in den kommenden Tagen erhofft: ein Führungswechsel. Johann Grasegger vom Team Garmisch-Partenkirchen sicherte sich heute nicht nur in 2:58:59.7 Stunden den Sieg.

Der Titelverteidiger bei den Mastern übernahm dank seines heutigen Vorsprungs von 4:19 Minuten auf den bis dato in Front liegenden Heinz Etappenzweiten Zörweg (AUT, 3:03:19.0) auch die Führung im Ranking. Dritter wurde der Belgier Erik Evers von MTB Rudi (3:03:59.8).

Bei seinem Siegesritt ins Blaue Trikot profitierte Grasegger allerdings auch vom Pech eines weiteren Konkurrenten um die Masterkrone. Christian Pösl lag bis zur letzten Abfahrt alleine vorne, fuhr dem Sieg entgegen und verlor am Ende aufgrund eines Plattfußes alles.

„Das tut mir natürlich leid für ihn“, so Grasegger, für den „mit dem Etappensieg das Ziel erreicht ist. Alles, was jetzt noch kommt, ist toll. Schauen wir mal, wie es weitergeht.“

Vielleicht kann ja auch noch einmal Heinz Zörweg zurückschlagen. Der Österreicher bräuchte dann aber stärkere Beine als heute: „Bei mir lief es von Anfang an nicht gut. Ich habe gleich meine Muskeln gespürt und bin nicht so in Tritt gekommen.“



Brandau baut Führung bei den Damen aus

Elisabeth Brandau hat indes bei den Damen ihren Vorsprung im Kampf um das Rote Trikot weiter ausgebaut. Die Schönaicherin vom Team Haibike überquerte die Ziellinie von Pfronten nach 3:04:45.3 Stunden.

Ihre schärfste Konkurrentin, die in Freiburg lebende Finnin Pia Sundstedt von Craft-Rocky-Mountain, verlor heute weitere 2:49 Minuten und liegt nach Hälfte des Rennens bereits 6:27 Minuten im Ranking zurück. Dritte wurde wie bereits gestern Birgit Söllner vom Team Firebike-Drössiger (3:16:42.4).

Milan Spolc dominiert weiterhin bei den Über-50-Jährigen

Der Mann im Grünen Trikot des besten Senior Master war auch heute wieder eine Klasse für sich. In 3:10:56.5 Stunden distanzierte Milan Spolc das Feld seiner Verfolger um mehr als zehn Minuten.

Hinter dem Tschechen reihten sich heute der Niederländer Ad van De Sande vom Team Ventoux Tilburg (3:21:22.5) als Zweiter und der Belgier Rudi Geentjens von MTB Rudi (3:22:39.7) als Dritter ein.

Trans Germany Magazin
Heft 02/2010

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